Jugendkonzertfahrt

Das letzte Jugendkonzert der Saison in der Isarphilharmonie hielt einige Besonderheiten für das Publikum bereit. Am Vorabend des 80. Jahrestages des Kriegsendes traten nicht nur ein, sondern zwei Orchester auf: die Münchner Philharmoniker mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter der Leitung des israelischen Chefdirigenten Lahav Shani. Die Schüler waren beeindruckt, dass der junge Dirigent alles auswendig dirigierte. Es war ein Abend des Erinnerns und der Versöhnung, moderiert von Malte Akona. Der Komponist des ersten Stücks „Prayer“, Tzvi Avni, der mit 8 Jahren vor den Nazis aus Deutschland nach Israel floh, gab trotz seines hohen Alters ein eindrucksvolles Interview. Aufgeführt wurde auch Gustav Mahlers 6. Symphonie, die mit ihren dröhnenden Marschrhythmen und dem tragischen Gestus häufig als eine Vorahnung der Katastrophen des ersten Weltkrieges gedeutet wird. Hier kam zum Schluss ein riesiger Holzhammer zum Einsatz, der im letzten Satz die Schicksalsschläge dumpf erklingen ließ.